Eine Treppe zum Zimmer unterm Dach

luxury-real-estate-1689964_640Wer den Dachboden ausbaut, der schafft damit permanenten Wohnraum. Während der Planung beschäftigen sich die meisten vorwiegend mit der Dämmung, dem zu verlegenden Teppich und der Einrichtung, die in die Schrägen passen muss. Nur wenige verschwenden zu viele Gedanken über die Treppe. Doch diese ist sehr wichtig, da sie für einen langen Zeitraum den einzigen Zugang in das Obergeschoss bilden wird.

Wie sollte die Treppe ins Dachgeschoss gestaltet sein?

Für einen permanenten Wohnraum ist eine stabile, fest eingebaute Treppe ohne Stolpergefahr vorgeschrieben. Die alte Hühnerleiter, die bisher in den Dachbereich führte, reicht bei weitem nicht mehr aus. Für das Geländer ist eine Mindesthöhe von 90cm vorgeschrieben. Die Stäbe zwischen den Geländern müssen senkrecht eingelassen werden und dürfen einen Mindestabstand von 12cm nicht unterschreiten. Kinder dürfen nicht in die Lage versetzt werden, ihren Kopf hindurch zu stecken. Auch in der Dachschräge ist die vorgeschriebene Mindesthöhe von 2m als Durchgangshöhe einzuhalten. Die Breite der Treppe sollte nach Möglichkeit 90cm betragen.

Sehr oft wird der ehemalige Zugang via Einschubtreppe auch für die feste Treppe genutzt. Selbstverständlich ist die Öffnung daher zu verbreitern. Doch stellt sich die Frage, wie viel Platz für den Treppenverlauf im Erdgeschoss eingeplant werden muss. Dies jedoch ist von der Form der Treppe abhängig. Mit folgenden Grundmaßen ist zu rechnen:

  • Gerade Treppe: 406 x 80 cm
  • Gewendelte Treppe: 170 x 180 cm
  • Halbrunde Treppe: 260 x 180 cm
  • Gerade Treppe mit Podest: 283 x 170 cm
  • Viertelgewendelte Treppe: 275 x 130 cm
  • Gewinkelte Treppe: 283 x 254 cm
  • 2 x viertelgewendelte Treppe: 300 x 115 cm

Die Vorgaben für sichere Treppen sind klare vorgegeben:

  • Höhe der Stufe: 17cm
  • Höhe des Aufstiegs: 30 cm

Da die Treppe als Fluchtweg fungiert, sollte zusätzlich ein Fluchtweg aus dem Fenster vorhanden sein. Dieses muss mindestens 90 cm hoch und 60 cm breit sein. Ist eine Brüstung vorhanden, darf die Höhe nicht mehr als 1,10 m betragen. Als Alternative kann ein Podest vor dem „Fluchtfenster“ errichtet werden.

Handwerker oder Eigenarbeit?

Der versierte Heimwerker, der schon diverse Projekte im Eigenheim mit eigenen Händen errichtet hat, wird auch vor der selbst gebauten Treppe nicht zurück schrecken. Wer lieber auf Nummer Sicher gehen möchte, bestellt den Fachhandwerker für diese Arbeiten ein. Geht hierbei etwas schief, kann man sich auf sein vertragliches Recht berufen und auf Nachbesserung bestehen.
Hinsichtlich des Materials ist massives Holz empfehlenswert. Erstens, weil es wohnlicher wirkt. Zweitens, weil Holz für ein gutes Raumklima sorgt. Die individuelle Gestaltung hingegen lässt kaum Wünsche offen.